Berufsunfähigkeitsrente - worauf sollten Sie achten?

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Verfasst von Dr. Wolfgang Bremser Versicherungsmakler am 15.08.2012.


Vermögensschutz ist vorrangig vor Vermögensaufbau. Und außerdem ist bei Berufsunfähigkeit auch kein Vermögensaufbau mehr möglich.

Bei den Gesprächen mit meinen Mandanten taucht immer wieder die Frage nach der optimalen Absicherung gegen Berufsunfähigkeit (BU) auf. Denn Vermögensschutz ist vorrangig vor Vermögensaufbau. Und außerdem ist bei Berufsunfähigkeit auch kein Vermögensaufbau mehr möglich.

Verbraucherschützer weisen deshalb gebetsmühlenartig darauf hin, dass die Berufsunfähigkeitsrente die wichtigste Zusatzversicherungen darstellt. Das ist mittlerweile unumstritten und die Botschaft hat jeden erreicht. Trotzdem sind viel zu wenige umfassend abgesichert. Oder falsch.

Zugegebenermaßen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht billig. Aber ein Grundgesetz der Assekuranz lautet: hohe Versicherungsprämien = hohes Risiko. Denn die Versicherungsgesellschaften beschäftigen zahllose Aktuare (Versicherungsmathematiker), welche den Schadensverlauf der Vergangenheit kennen und eine risikogerechte Prämie ermitteln können. Da man die zukünftige Entwicklung nicht weiß, verlangt der Gesetzgeber Risikozuschläge (Zitterprämien), welche bei normalem Verlauf als Überschüsse an die Versicherten zurückfließen.

Wie gesagt, eine optimale Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht billig, wir wissen jetzt auch warum. Deshalb sollte man beim Abschluss genau überlegen, wie man den Vertrag optimieren und unnötigen Ballast abwerfen kann.

Das sollten Sie unbedingt mit ihrem Berater besprechen:

  • Wählen Sie ein optimales Eintrittsalter. So früh wie möglich! Denn  mit steigendem Alter nimmt auch  das Risiko  der BU zu. Achten Sie auf Ihren Alterssprung und lassen Sie eventuell zurückdatieren, es zahlt sich aus. Einen Monat zu spät abgeschlossen bedeutet oft ca. 5 %  zusätzlich lebenslang.
  • Sparen Sie nicht am falschen Platz und wählen Sie einen Hochleistungstarif. Und schauen Sie sich die Bedingungen an. Später können Sie meist nicht mehr wechseln und haben eine trügerische Sicherheit.
  • Wenn man Ihnen ein Endalter von 67 empfiehlt, überlegen Sie sich, ob Sie mit 64, 65 oder 66 noch arbeiten wollen. Jedes Jahr späteres Endalter kostet ca. + 10%, obwohl Sie wahrscheinlich vorher kündigen.
  • Fragen Sie nach Kollektivrabatten. Wir bieten z. B. 5% - Ihr Reinverdienst bei gleichen Leistungen.
  • Suchen Sie sich eine erfahrene, sichere Gesellschaft, welche Ihre Rente später auch zahlt und nicht rumtrickst (-> Substanzkraftquote und Beschwerdequote). Gehen Sie zum Schmid und nicht zum Schmidtchen. Das gleiche gilt auch für Ihren Berater.
  • Tricksen Sie nicht bei den Gesundheitsfragen. Ein guter Berater hilft Ihnen bei der optimalen Formulierung, wird aber aus Schwarz nicht Weiß machen. Denn es gibt nichts Schlimmeres als jahrelang zu zahlen und dann ohne Versicherungsschutz dazustehen. Der zuverlässige Berater wird also alles wiedergeben, was Sie gesagt haben. Und lieber bei einer Antragsablehnung auf sein Honorar verzichten.
  • Wählen Sie die optimale Berufsgruppe durch genaue Beschreibung, was Sie gelernt haben und was Sie tun. Vergessen Sie auch nicht, bei späteren beruflicheren Veränderungen mit einer „leichteren“ Tätigkeit eine Umgruppierung zu beantragen. Die Gesellschaften mögen das nicht, der Berater wird Ihnen helfen.
  • Da Sie eine BU-Absicherung nur mit optimaler Gesundheit abschließen können, ist das BU-Risiko in den ersten Jahren gering. Durch Abschluß einer niedrigeren Rente mit entsprechender Dynamik (bis zu 10 % pro Jahr) können Sie Kosten sparen und Ihre Absicherung in wenigen Jahren auf die Zielsumme hochziehen!
  • Wenn Sie Ihre BU in Riester-, Rürup- und BAV-Verträge einschließen, wird sie staatlich gefördert (Zulage und/oder Steuerermäßigung). Das hat Vor- und Nachteile, sollte aber seriös geprüft werden.
  • Und Männer müssen unbedingt die deutlichen Tarifsteigerungen durch Unisex (-> Bereich Wissen) zum 21.12.2012  beachten (ca. + 10%). Jetzt oder nie!


Seien Sie kritisch und lassen Sie sich nichts aufschwatzen. Es gibt mehr schlechte als gute Berufsunfähigkeitsrenten, aber alle haben irgendwo ihr Siegel „ergattert“.

Und wie beim Riester (-> Riesteroptimierung im Bereich Wissen ) lassen sich schlechte Verträge oft durch Umstellung heilen. Fragen Sie Ihren Berater.



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